
Elif Esmen als aufgebrachte Mutter mit ihrem gleichgültigen Mann
Elif Esmen, 19, begann im September 2005 ihre Probezeit an der WSfS. Die Aufnahmeprüfung im April 2006 steht ihr noch bevor.
„Mit mehr als 110%“ Motivation zum Traumberuf
„Wie stellst du dir das vor?“ keift sie ihre
Tochter an. Michelle sitzt neben ihr, den Kopf
auf beide Hände gestützt. Soeben hat sie ihren Eltern offenbart,
dass sie die geplante
Hochzeit übermorgen absagen will. Ihr gegenüber sitzt Gregor mit
verschränkten Armen
zurückgelehnt auf seinem Stuhl. Er fixiert mit starrem Blick seine verzweifelte
Tochter.
Elif stupst ihren Mann an, „Jetzt sag doch auch mal was!“ Improvisations-Dozent
Martin Plass beendet die Szene und zeigt sich begeistert von Elifs
Darstellung der
hysterischen Braut-Mutter: „Du hast sie richtig untergebuttert!“
Gemeinsam mit Gregor und Michelle befindet sich Elif Esmen in der dreimonatigen Probezeit. Den drei Schülern steht die Aufnahmeprüfung noch bevor. An den Fall, dass sie nicht aufgenommen werden sollte, mag die zierliche Türkin gar nicht denken. „Ich will mit mehr als 110 % Schauspielerin werden“. Anfangs waren ihre Eltern gar nicht begeistert von Elifs schauspielerischen Plänen. Doch der Enthusiasmus ihrer Tochter scheint sie angesteckt zu haben – „Sie stehen voll und ganz hinter mir und können es nicht erwarten, mich mal auf der Bühne zu sehen!“ erzählt Elif stolz.
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