
Mehmet Kucak als Martini in Dale Wassermans 'Einer flog übers Kuckucksnest'
Foto: © WSfS
Bei allem was ein Mensch tut oder sagt, gäbe es einen „Subtext, eine parallele, unsichtbare Ebene“, die das Verhalten des Menschen erklärt und die die „Regeln seines Umgangs mit Anderen bestimmt“. Die Aufgabe des Schauspielers ist nach Mehmets Ansicht, diesen „Subtext“ für das Publikum sichtbar zu machen. „Und das ist der Spaßfaktor!“ Wenn Mehmet auf der Bühne den Wütenden darstellen soll, muss er zuvor den inneren Zustand „Wut“ vorbereiten um wahrhaftig zu sein. „Manche machen dann Liegestütze oder rennen die Treppen rauf und runter. Man kann sich auch eine Situation ins Gedächtnis rufen, in der man echt wütend war.“
Immer wieder „neue Rollen, neue Menschen einzunehmen“ macht für Mehmet den besonderen Reiz des Berufs aus.
In Produktionen der Schauspielschule - Fausto Paravidinos „Peanuts“ (2004)
und Dale
Wassermans „Einer flog über das Kuckucksnest“ (2005) – konnte
Mehmet dann
Bühnenluft schnuppern. Auch am Tag der offenen Tür der Schule im
September 2005
spielte er vor Publikum. 2005 machte Mehmet dann erste Erfahrungen
im Film: In der
Folge „Zerbrochene Träume“ der ODEON-Produktion „Ein
Fall für Zwei“ stellte er ein
Mordopfer dar. Das war „keine große Rolle, aber interessant,
zu sehen, wie es am Set und
vor der Kamera zugeht!“ Er durfte nicht über gewisse Markierungen
hinaustreten, wurde
von der einen Position zur anderen geschoben und zwischendurch „immer
wieder
gepudert“.